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Spirituelle Sterbe- und Trauerbegleitung
Momente der Stille. Ein Mensch geht. Zeit und Raum scheinen relativ. Für einen Moment halten wir den Atem an, nehmen wahr: Hier ist ein Mensch am Gehen. Wer von uns hat diesen Moment nicht schon mal hilflos gegenübergestanden. Wir müssen uns generell uns als erstes mit unserer Einstellung zum Tod im Allgemeinen, zu unserem eigenen Tod und schließlich mit der zum Sterbenden auseinandersetzten.
In meinen Seminaren über “Spiritualität bei der Begleitung Sterbender”, und speziellen Meditationen, möchte ich auf dem weiten Feld der Spiritualität eine kleine Orientierungshilfe anbieten. Die meisten spirituellen Traditionen stellen den Tod nicht als Ende dar, sondern lehren uns, dass es noch eine Fortsetzung gibt - eine Fortsetzung des Lebens in einer anderen Form.
In meiner Praxis finden Angehörige und Trauernde Raum für Gespräche. Geführte Imaginationen zur inneren Heilung, können nach einiger Zeit sehr hilfreich für das Verarbeiten des Verlustes sein. Meditationen für Sterbende zur inneren Rückschau oder Entspannung führe ich mit Achtsamkeit.
Trauerarbeit - Trauerbegleitung
Trauer verbindet alle Wesen, Trauer ist eine gemeinsame Grunderfahrung. Für jeden Einzelnen ist der Tod unbegreiflich und unsagbar schmerzhaft. Trauer ist eine tief greifende Erschütterung, eine Prüfung im Leben. Wir können darin untergehen oder daran wachsen. Trauer ist keine Krankheit, sondern ein Prozess, der Zeit braucht. Trauerwege sind Wüstenwege mit wenig Oasen, die wir finden müssen und in denen wir uns ausruhen und stärken können. TRAUER kann die grösste Erfahrung der Heilung in einem Leben sein. Sie ist gewiss das heisseste Feuer auf das wir stossen. TRAUER durchdringt die harten Schichten unseres Selbstschutzes, taucht uns in Schmerz, Angst und Verzweiflung, die wir so sehr zu vermeiden versuchten. TRAUER ist unkontrollierbar und unvorhersehbar. Bei Trauer gibt es keine Abkürzungen. Viele sagen, dass die Zeit heile, doch das ist nur die halbe Wahrheit. Zeit alleine heilt nicht. Zeit und ACHTSAMKEIT heilen.
Wenn wir die Verbundenheit des Verstorbenen mit den auf der Erde zurück gebliebenen nahen Menschen ernst nehmen, so sollte die Trauerbegleitung der Hinterbliebenen als ein sehr wichtiger Prozess angesehen werden. Auch die Trauernden, die einen geliebten Menschen vermissen, gehen durch einen Sterbeprozess und benötigen spirituelle Begleitung.
Ungelebte Trauer kann Depressionen, Resignation oder psychosomatische Beschwerden hervorrufen. Ich begleite Menschen in ihrer Trauer durch meine Bereitschaft, seelischem Schmerz, Angst und tiefen Emotionen mit Achtsamkeit und Mitgefühl zu begegnen.
Ich gebe Raum für Gespräche, Weinen, Wut und Trauer, ebenso auch wieder für das Leben und die Freude.
Kinder und Trauer
Kinder erleben den Verlust eines nahestehenden Menschen oft ganz anders als die Erwachsenen. Je nach Altersstufe gehen sie sehr unterschiedlich mit dem Verlust um..
Kinder trauern anders. Es ist wichtig, sie in ihrer Trauer zu unterstützen, ihnen beizustehen und ihnen helfen. Das System Familie ist aus dem Gleichgewicht geworfen worden durch einen Krankeitsprozess/ Sterbefall in der Familie oder Freundeskreis. Es ist wichtig die Signale der Trauer zu verstehen und auszusprechen. Kinder haben uns einiges voraus, auch beim Thema Tod. Sie konfrontieren uns mit vielen Fragen und kennen kein Tabu.
Ab welchem Alter können Kinder den Tod begreifen? Sterben und Trauer gehören auch für kleine Kinder schon zum Alltag. Sie haben nur keine reale Vorstellung vom Tod. Den Begriff Tod und Sterben der kindlichen Situation entsprechend aufgreifen.
Rituale für Sterbende und Trauernde
Rituale beim Abschied sind für Kinder und Erwachsene ganz wichtig. Kinder erhalten hier die Möglichkeit sich auf ihre Weise vom Verlust von geliebten Menschen auszudrücken. Rituale in der Trauerarbeit unterstützen das Verarbeiten und Verstehen besser. Das bewusste Verabschieden am Totenbett ist nicht nur für die Hinterbliebenen von großem Wert, sondern auch für die Seele des Verstorbenen. In einem geschützten Raum kann das was oft ungesagt bleibt, in kreativer Weise gelebt werden. Wut, Tränen, Lachen und Weinen, oft in einem ist für den Trauerprozess von großer Bedeutung und hilft zu verarbeiten und zu verstehen. Nichts ist so, wie es vorher war und das braucht Zeit.
Gespräche in der Trauerarbeit
Menschen auf ihrem letzten Weg in diesem Leben zu begleiten, kann oft alle Kraft und Ressourcen fordern. Hilflosigkeit, unendliche Traurigkeit mit tiefgehendem Schmerz können uns alles ausweglos und ohne Sinn erscheinen lassen. Wie ist es möglich diese Herausforderung des Lebens mit Liebe und Vertrauen anzunehmen? Wo können wir auftanken? Woher nehmen wir die Kraft weiterzumachen? Welche Unterstützungen stehen zur Verfügung? Welche Entlastungen sind möglich?
Nicht günstig ist es, Trauerrituale zu forcieren oder auf der „richtigen Trauer“ („weinen ist gut“) zu bestehen. Auch wollen Trauernde nicht in erster Linie Trost, sondern ernstgenommen werden. Für die praktische Arbeit bedeutet dies, die verstorbene Person in ihrer Bedeutung für sich selbst wahrzunehmen und die Beziehung zu dieser Person in ihrer ganzen Komplexität zu begreifen. Es geht nicht nur um das “Loslassen” wie es üblicherweise beschrieben wird, das ist nur ein Teil des Trauerns. Der andere Teil ist es Wege zu finden mit diesem geliebten Menschen in Beziehung zu bleiben.
Musik im Hospiz
Wenn die Sprache an ihre Grenzen stösst, kann Musik zu einer Ebene der Begegnung werden. Mit meiner Stimme beziehungsweise mit meinem Instrument kann ich dem individuellen Bedarf eines Patienten begegnen. Auf diese Weise kann etwas geteilt und verarbeitet werden.
Jede Form des Ausdrucks und der Begegnung mindert Leiden und Schmerzen. Meine positiven Erfahrungen mit Instrumenten haben mich motiviert, diese Möglichkeit des Zugangs zu Gefühlen zu erschliessen, denn Musik fängt da an, wo die Sprache mit ihren Möglichkeiten oft endet.
"Wie Menschen sterben, bleibt im Gedächtnis derjenigen, die weiterleben"
(Dame Cicely Saunders)
Spiritualität in der Begleitung Sterbender
Spirituelle Sterbebegleitung geschieht dann, wenn wir diese Begleitung aus einem tief empfundenen Mitgefühl heraus machen. Mitgefühl für den Menschen und für alle Wesen. Wir erkennen in dem Prozess des Sterbens , das da auch ein Teil von uns selbst stirbt und sich verändert. Es gibt viele Leute, die nicht wissen, wie man lebt und es gibt nur sehr wenige Leute, die wissen, wie man stirbt. Das ist die größte Kunst, denn das ist der Höhepunkt des Lebens. Ich begleite Sie gerne auf Ihrem Weg, diese Erfahrungen mit umfassender Bewusstheit auszugestalten und daran wachsen zu können. Wir werden mit Achtsamkeit und Respekt einen Einblick in diese Erfahrung gewinnen können.
Vielleicht möchtest Du einen Sinn finden in dem, was in deinem Leben geschieht, und Leben und Sterben verstehen. Vielleicht brauchst Du jemanden, der Dich durch diese schweren Erfahrungen Schritt für Schritt begleitet. Vielleicht möchtest Du wissen, wie Du mit tiefen schmerzhaften Emotionen und Hilflosigkeit umgehen kannst.
Spiritualität im Sterbeprozeß Einen Einblick in die spirituelle Erfahrungen am Lebensende und wie wichtig ist das Leben davor? Was bedeutet das Sterben für mich selber und was stirbt. Mit Meditation Termin: 25.11. von 17 bis 20 Uhr Kosten: 35,-€
Lebensrückschau Es ist ein guter Zeitpunkt mit der Lebensrückschau zu beginnen um die Vergangenheit loszulassen. Eine bewusste Lebensrückschau ist eine wichtige Vorbereitung für den Übergang oder/ und für die innere Heilung der Vergangenheit. Termin: 30. November Zeit: 17 - 20 Uhr Kosten: 35.-€
Workshop: Spirituelle Sterbebegleitung - Einführung 16.-17. November 2012 16.11. von 15-20 Uhr - 17.11. von 9.30-18 Uhr Kosten: 165.-€ Mit verbindlicher schriftlicher Anmeldung.
An diesem Tag werden wir uns mit unserem einmaligen Leben beschäftigen, mit dem Abschiednehmen und Loslassen, mit den Erfahrungen von Tod und Sterben. Die Begegnung mit dem Sterben ist für unser eigenes Wachsen und Lernen wichtig und führt uns zu den wichtigen Fragen des Lebens: Wo komme ich her – wo gehe ich hin? Was gibt mir persönlich Halt? Die Auseinandersetzung mit diesen Themen in geschützter Atmosphäre hilft uns, angstfrei und offen mit dem Erleben von Sterben, Tod und Trauer umzugehen Für Menschen, die Sterbende begleiten - für Menschen, die wach, bewusst und angstfreier der Vergänglichkeit des Lebens begegnen möchten.
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